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Mehr "Zombie-Firmen" durch die Corona-Krise?

26. Oktober 2020

Als Zombie-Firmen bezeichnet man Firmen, deren Geschäftsmodell nicht mehr wirtschaftlich oder erfolgversprechend ist, die trotzdem aber noch fortbestehen. Ursache können eine staatliche Förderung, eine - noch - bestehende Marktposition oder anderen Gründe sein.

Das ifo Institut veröffentlicht nun in einer Pressemitteilung vom 19.10.2020, dass nach Einschätzung von Wirtschaftswissenschaftlern die Zahl dieser "Zombie-Firmen" als unerwünschte Nebenwirkung der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen während der Corona-Pandemie gestiegen ist. Dies ist das Ergebnis eines Ökonomenpanels, das das ifo Institut und die Frankfurter Allgemeine Zeitung gemeinsam erstellten.

"Zombie-Firmen" bergen das Risiko zusätzlicher Insolvenzen nach Auslaufen der Maßnahmen, auch für nicht betroffene Unternehmen, die in Geschäftsbeziehungen mit solchen dann möglicherweise zahlungsunfähigen "Zombie-Firmen" stehen.

Betroffene oder möglicherweise betroffene Unternehmen müssen daher jetzt die durch die staatlichen Maßnahmen gewonne Zeit nutzen, um gegenzusteuern - nicht nur gegen die Auswirkungen der Coronakrise. Sie müssen auch darüber hinaus für die Zukunft zu planen und sich allgemein neu aufzustellen, trotz oder gerade wegen drängender Fragen zur aktuellen Krise.

Corona-Krise erhöht Zahl der Zombie-Firmen

von www.datev-magazin.de

Deutsche Volkswirte befürchten, dass in der Corona-Krise die Zahl der Zombie-Firmen „eher zunimmt“. 66 Prozent der vom ifo Institut befragten Wirtschaftswissenschaftler teilen diese Sorge.

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